08.05.2006
„Riesengebirge - ein Gebirge ohne Grenzen - Benecko
... so lautet ein Marketingschlagwort und so heißt praktisch auch die Philosophie des Krkonos - Städte- und Gemeindebundes. In diesem Geiste wurde auch das zweitägige internationale Treffen in Benecko veranstaltet, das die Manager des polnischen Zwiazek Gmin Karkonoskich veranlassten.
Die Bürgermeister der polnischen Städte und die Mitarbeiter der hiesigen Informationszentren diskutierten mit den Managern des Städte- und Gemeindebundes Krkonos und den Vertretern der tschechischen Informationszentren.
Die gegenseitige Zusammenarbeit beider Seiten wird allmählich intensiver. Es geht nicht mehr nur um gemeinsame Treffen und Gespräche, es werden auch gemeinsame Projekte entwickelt, und das ist das Wichtigste, sagte Michal Vavra vom Bund Krkonos.
„Das Hauptthema der Gespräche war allerdings eine gegenseitige Vorstellung der Organisationsstruktur, eine Vorstellung der bereits realisierten Projekte und künftigen Pläne, die beide Seiten für das nächste Jahr vorbereiten. Wir wurden mit den Entwicklungsstrategien des tschechischen und polnischen Gebirges bekannt gemacht. Das erstrebte Ziel der beiden Seiten ist, die Strategien auf den beiden Grenzseiten zu vereinheitlichen. Wir möchten auch an der Koordinierung der Entwicklung des Riesengebirges im 21. Jahrhundert gemeinsam mitbeteiligt sein," sagte M. Vavra.
Es wurde auch das Verfahren des Finanzmittelerwerbs für die Regionentwicklung vereinbart. Die beiden Seiten werden bis Herbst dieses Jahres Informationen über die genauen Regeln der grenzüberschreitenden Projekte der Europäischen Union, hier INTERREG, sammeln und informieren sich gegenseitig über die Möglichkeiten der Projektfinanzierung. „In unserem Falle handelt es sich um die Euroregionen Glacensis und Nisa. Im Herbst werden Pläne erstellt und dann fängt man mit der Konkretisierung der einzelnen neuen Projekte an," noch zum Thema M. Vavra. „Die Touristenzeitung ‚Die Riesengebirger Saison‘ ist eine erste Sache, mit der wir anfangen möchten. Die Herausgabe der Zeitung in Zusammenarbeit mit der polnischen Seite bedeutet für uns in diesem Sinne die Priorität. Eine bestimmte Kooperation ist bereits vorhanden. Wir möchten aber erreichen, dass sie systematisch wird. Eine erweiterte Ausgabe bereiten wir schon für die kommende Sommersaison vor. Ein weiters konkretes Projekt plant die gemeinsame Teilnahme an den Messen und Ausstellungen im Bereich Fremdenverkehr. Wenn wir auf unseren Messeständen unsere Werbematerialien vorstellen und gegenseitig austauschen, steht uns nichts im Wege, dass wir es auch grenzüberschreitend tun und uns auch mit anderen Sachen helfen."
Allmählich wird vielleicht auch die Vision „Mit dem Fahrradbus um das Riesengebirge herum" in Tat umgesetzt. Die polnischen Kollegen wurden mit dem geplanten Projekt der Fahrradbusse bekannt gemacht und nach Michal Vavra bleibt es jetzt nur ihnen überlassen, ob sie an diesem Projekt teilnehmen werden. „Was den Fahrradbus betrifft, werden wir in kurzer Zeit mit den polnischen Beförderern darüber sprechen, damit schon für den kommenden Sommer ein Vertrag abgeschlossen werden kann."
Es wird auch ein Treffen mit den Mitarbeitern der Informationszentren auf dem polnischen und tschechischen Gebiet des Riesengebirges vorbereitet. Es wird geplant, in Zukunft regelmäßig Informationsmaterialien auszutauschen. „Zweimal im Jahr wird einfach ein Auto vollbeladen mit den neu herausgegebenen Druckerzeugnissen von Vrchlabi nach Jelenia Gora fahren. Das nächste Mal kommt ein Wagen aus Polen zu uns. Die weitere Distribution wird durch die kooperierenden Informationszentren gesichert. Wir haben auch vor, weitere Finanzmittel als einen Zuschuss für unsere Angestellte im Fremdenverkehr für ihre Bildungs- und Erkenntnisreisen zu gewinnen. Gleich wenn wir einen Zuschuss bekommen, veranstalten wir eine ein- oder zweitägige Reise ins polnische Riesengebirge," plant der Manager M. Vavra.
Autor: Dáša Palátková
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